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Nov 09

Eure Nacktfotos heute schon an Facebook geschickt?

Zukünftig will Facebook seine Nutzer mehr vor Rachepornos (Revenge Porn) schützen. In einem Pilotprojekt arbeitet Facebook und die australische Regierung zusammen. Mit Hilfe der neuen Technologie soll das Veröffentlichen und Verbreiten von Nacktbildern und Nackvideos der Ex-Freundin oder des Ex-Freundes unmöglich machen. 

Julie Inman Grant (Beauftragte der mir Facebook zusammenarbeitenden Regierungsabteilung e-Safety) erklärte dem amerikanischen Newsportal „ABC News, dass sie viele solche Fälle sehen, bei denen Fotos und Videos zwar einst in beidseitigen Einverständnis aufgenommen wurden, aber bei denen für eine weitere Verbreitung die Zustimmung fehlt. 



Damit das ganze Funktioniert ist Facebook natürlich auf die Hilfe der Nutzer angewiesen. Die Nutzern müssen somit Nacktbilder, von denen sie Angst haben, dass sie gepostet werden, an Facebook schicken. Dazu wird ein Online-Formular ausgefüllt und das entsprechende Foto per Messenger an sich selbst geschickt. 

Mittels einem Link erhalten die Bilder einen digitalen Fingerabdruck. Seitens Facebook wird betont, dass natürlich nicht das Bild gespeichert wird sondern nur der Link. Wird nun etwas von einer anderen Person hinauf geladen erkennt das System den Link und bricht den Upload ab.

An dem Projekt arbeiten derzeit drei weitere Staaten mit Facebook zusammen. Wer diese drei weiteren Staat sind ist jedoch nicht bekannt. 

Wie es scheint ist beim derzeitigen Stand des Projektes nur mit Bildern möglich, aber nicht mit Videos. Auch ist die Frage ob das System erkennt wenn man die Bilder vor dem Upload manipuliert. 

Die australische Regierungsabteilung „e-Safety“ gab bekommt, dass mittlerweile eine von fünf Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren schon Opfer von Rachepornos wurden. in den USA sollen es laut einer Studie von Guardian 4% aller Internetnutzer seien beziehungsweise unter 30 Jahren sogar 10%. 



Update 09.11.2017: Ein Facebook Sprecher hat dem Tech-Blog „Motherboard“ mittlerweile bestätigt, dass die Nacktfotos sehr wohl von Mitarbeiter gesichtet werden. Es handelt sich dabei jedoch um nur eine kleine Gruppe speziell geschulter Mitarbeiter die eine unscharfe Version der Nacktbilder erhalten.

Quelle: Heute

Bild: Jessica Wall (Instagram)

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